O-Ton Bürgermeister

Screen050113MinknerTagebuchWer den Bürgermeister im Originalton erleben will, kann ihm natürlich persönlich begegnen. Das ist dieser Tage im Wahlkampf besonders einfach. Aber man kann seit einigen Tagen auch auf die Website von Ulrich Minkner schauen, denn dort füllt sich stetig das „Tagebuch“ unter Aktuelles. Interessante Dinge sind dort zu lesen: Dass es nicht gelungen sei, bei einer Diskussion mit Schülern in der Goetheschule den politischen Funken überspringen zu lassen, dass er dem Ministerpräsidenten in Sachen Krankenhaus einen Brief geschrieben hat, dass er „Ronnys Resterampe“ (ein Schild vor dem Kreienser Rathaus) pfiffig findet, dass sich die dortigen Mitarbeiter im Bürgerbüro wie selbstverständlich mit „Stadt Einbeck“ am Telefon melden…

Und entgegen meiner Vermutung, da würde jemand anderes die Feder führen, schreibt der Bürgermeister hier höchstselbst, wie er mir heute sagte. O-Ton Bürgermeister also…

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Was hinter den roten Kacheln steht

minknerWebsiteScreenshotSeit dem vergangenen Sonnabend ist die Website des Bürgermeisters online. Ulrich Minkner kandidiert für die SPD, was durch das Layout der Seite durchaus sofort erkennbar ist (das Wort SPD findet man jedoch auf der Startseite nur im Link ganz unten). Nach einer ersten Meldung habe ich mir die Website jetzt mal intensiver angeschaut:

Auffällig sind die roten Kacheln mit 20 Piktogrammen, hinter denen sich die Inhalte verbergen. Leider erschließt sich nicht bei jedem Symbol, welche Information ich dahinter erwarten kann. Also heißt es auf gut Glück draufklicken, was aber mühsam ist, sich durch alle Symbole durchzuklicken, da der Besucher jedes Mal wieder vorher auf die Startseite zurück klicken muss.

Inhaltlich präsentiert sich der Bürgermeister, der seit sechs Jahren im Amt ist, mittendrin im Leben. „Mittendrin“ und der rote Schal sind seine Kampagne-Merkmale. Unter den Stichworten wie „wiederwählen“, „Danke“, „Respekt“, „wertvoll“, „Perspektive“ oder „Immer am Ball“ ist Minkner auf zahlreichen Fotos mit Menschen der Region, aber auch beispielsweise mit dem Papst zu sehen. Und vermittelt thematisch eine bunte Mischung von Themen, Aussagen und auch durchaus nicht-politischen Forderungen („wieder eine 1. Herrenmannschaft bei SVG“).

Verblüffend ehrlich schreibt Minkner auch, wenn er nicht weiß wie es gehen kann (beim Thema Inklusion: „aber keiner weiß wie das umgesetzt werden soll“). Befremdlich wirkt indes auf gleicher Seite „entwickeln“ die Aussage von Minkner, „Kinder früh abzuschreiben und auszugrenzen ist Verschwendung“. Das ist, vorsichtig formuliert, keine wirklich elegante Wortwahl.

Einen Facebook-Auftritt von Minkner gibt es nicht, soll es wohl auch nicht. „Ich bin auch weiterhin auf der Straße und im Rathaus ansprechbar“, schreibt Minkner und nennt die Kontaktdaten. „Es gibt ein Leben außerhalb des Netzes.“

Aktuell berichtet Bürgermeister Ulrich Minkner (oder wer auch immer inhaltlich und vor allem personell hinter der Seite steht) in einer Art Tagebuch über seine Aktivitäten, hier zwischen dem Amt und dem Wahlkämpfer zu unterscheiden ist schwierig.

Was den Bürgermeister(-kandidat) ärgern sollte, sind vermeidbare Tipp- und Rechtschreibfehler auf der Website. Musste vielleicht schnell gehen.


Online mit rotem Schal

ulrichDie Website des Bürgermeisters für die Wahlen am 20. Januar ist online, ganz still und ohne Ankündigung ist sie scharf geschaltet worden, durch Zufall kann man sie am heutigen Sonntag entdecken, „rechtzeitig zum Beginn der Briefwahl am Start“, wie der Amtsinhaber schreibt: Die Webpräsenz präsentiert sich als eine Art Baukasten und zeigt den seit 2006 amtierenden Bürgermeister Ulrich Minkner (SPD) als ein ersten Bürger unter seinen Mitbürgern und im Gespräch mit vielen Menschen. Soviel konnte ich nach einer ersten Durchsicht ausmachen.

Auf seiner Website, die ich mir inhaltlich noch genauer anschauen werde, präsentiert sich Ulrich Minkner nicht nur mittendrin, sondern auch als Mann mit dem (roten) Schal. Im Winter kann das praktisch sein… vor allem, wenn es schneit und die Landschaft wie heute ganz weiß ist…


Direkt mit dem Handy zum Kandidaten…

Der direkte Draht zum Kandidaten… in der heutigen Zeit geht auch in der Politik nichts mehr ohne die modernen Kommunikationskanäle. Welche Wirkung das Multimedia-Feuerwerk im Wahlkampf wirklich hat, dürfte am Ende eine interessante Frage sein. Schließlich geht es nicht darum, möglichst viele Freunde zu haben oder Follower oder Liker… Wählerstimmen sind die harte Währung der Politik.

Heute habe ich als erstes Plakat für den Landtagswahlkampf das Motiv des SPD-Abgeordneten Uwe Schwarz gesehen. Gepostet bei Facebook. Modern mit QR-Code (das ist das Feld mit den kleinen scheinbar wahllosen schwarzen Quadraten unten rechts auf dem Plakat). Bin mal gespannt, ob auch die anderen Kandidaten bei ihren Plakaten darauf setzen, dass Interessierte über den QR-Code mit einem passenden Programm auf dem Handy in Windeseile auf der Website des Kandidaten landen können, wenn sie wollen.


Website der Bürgermeisterkandidatin: Was macht das Niedersachsenross dort?

Rund einen Tag später als angekündigt ist die Internetseite der Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek online gegangen. Nachdem letzte Kleinigkeiten in den folgenden Stunden offenbar noch bereinigt worden sind, habe ich mir die Website heute mal näher angesehen.

Ich bleibe dabei: Was macht das Niedersachsenross dort? Wäre hier nicht das Stadtwappen (wenn überhaupt) passender, denn schließlich geht es um eine Bürgermeisterwahl, nicht die (zwar auch am 20. Januar stattfindende) Landtagswahl?

Das Layout ist gefällig, klar, soft im Hintergrund zu sehen ist der Einbecker Marktplatz, im Gegensatz zur Übergangsseite nutzt die Kandidatin jetzt auf allen Medien doch ihren Doktor-Titel (Agrarwissenschaften). Sie präsentiert sich auf Fotos im Business-Look, aber auch sportlich auf Fahrrad oder mit Geige.

Nicht ganz verstanden habe ich, warum inhaltlich mehrere Doppelungen bei den Standpunkten, Konzept und Politik sein müssen. Ich persönlich finde es auch ein bisschen zu viel Text in zu kleinen (Unter-)Fenstern (und kleiner Schriftgröße).

Vor allem aber ein Minus: Die Website ist offenbar nicht optimiert für mobile Endgeräte. Die Seite auf Smartphone oder Tablet-Computer anzusehen, ist keine wirkliche Freude. Schade.

Update 16.11.2012: Wie mir die Kandidatin heute sagte, habe man inzwischen die Schriftgröße verbessert bzw. das Fenster vergrößert (hab’s mir angeschaut, stimmt). Das Niedersachsenross sei dort auf ihrer Website, weil sie durch die Fusion von Einbeck und Kreiensen nicht einfach das Einbecker Stadtwappen nehmen wollte, die Kreienser hätten sich dann nicht mitgenommen gefühlt. Sie wolle ja einen Neustart.


Neustart?

Neustart für die Region – das ist das Motto der Herausforderin bei der Bürgermeisterwahl, Dr. Sabine Michalek.

Noch ist ihre Website nicht online, aber schon fällt auf: Sie lässt offenbar bewusst den Doktor-Titel in ihrer Kampagne weg. Präsentiert sich in seriösem, klassischen Outfit, lächelt gewinnend in die Kamera.

Was mich irritiert (zumindest bei der Übergangsseite)? Was macht das Landeswappen dort neben dem Datum, das Niedersachsenross? Kandidiert die 45-Jährige doch für den Landtag und wir wissen es nur nicht?