Von wahlkampfarmen Debatten und verschollenen Briefen

Sie ist natürlich eine politische Diskussion. Und in Zeiten des Wahlkampfes ist die Debatte über den seit Jahren (immer mal wieder) geplanten Kauf des Neuen Rathauses in Einbeck natürlich auch von Äußerungen geprägt, die genau diesem Datum 20. Januar geschuldet sind. Obwohl sich bei der Diskussion im Stadtrat am Mittwoch alle Beteiligten, was dies angeht, erstaunlich zurück hielten und nur zwischendrin immer mal hie und da ein wenig durchblitzte, dass bald Wahlen sind. War’s die vorweihnachtliche Besinnlichkeit? Oder der Erkenntnis geschuldet, dass bei anderen Themen, die für diese Stadt viel entscheidender waren und sind, alle gemeinsam an einem Strang ziehen, Stichwort Krankenhaus? Vielleicht war’s auch ein wenig Demut, weil der Rat sich in dieser Zusammensetzung das letzte Mal traf.

Margrit Cludius-Brandt jedenfalls konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. Wenn denn die GfE aus wirtschaftlichen Gründen für einen Rathauskauf sei, warum stimme sie dann dem SPD-Antrag nicht zu? „Offenbar wollen sie ihrer mit CDU und FDP gemeinsamen Bürgermeisterkandidatin nicht schaden…“

Eine verbale Auseinandersetzung zwischen der Kandidatin und dem Bürgermeister, die vielleicht manche deutlicher erwartet hatte, blieb nahezu aus. Direkt miteinander redeten Minkner und Michalek in der öffentlichen Sitzung nur einmal. Und da ging es in einer Anfrage der Ratsfrau Dr. Michalek um mutmaßlich verschollene Brief von Einbeck Marketing im Rathaus. Minkners Replik? Die Briefe seien nicht im Rathaus verschollen, vielleicht hätten diese das Neue Rathaus nie erreicht…

Waren es Weihnachtsgrüße?

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Das erste Pressegespräch mit der Bürgermeister-Kandidatin

Vor wenigen Minuten ist das erste Pressegespräch mit der Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek zuende gegangen. Hier ein erstes Update vor der öffentlichen Veranstaltung um 18.30 Uhr „60 Minuten mit…“ im Alten Rathaus am Marktplatz:

  • Thema „Zukunft Haus der Jugend“? Sie möchte alle Beteiligten an einen Tisch bringen und die Jugendlichen einbinden und gemeinsam mit den Jugendlichen eine Lösung finden. Den Gesprächstermin am nächsten Sonnabend 15 Uhr hat sie sich sofort notiert. Ein Objekt für das neue Jugendzentrum hat sie auch schon im Auge, muss aber erst noch mit dem Besitzer sprechen.
  • Bürgerschaftliches Engagement: „Wir müssen es noch mehr würdigen“
  • In den nächsten zwei Wochen wird die Kandidatin alle Ortschaften der Gemeinde Kreiensen besuchen (mit ihrem Smart, siehe Foto), dort mit allen Ortsbürgermeistern sprechen. Die Tour zum Kennenlernen macht Michalek mit Ronny Rode (SPD), Ex-Bürgermeister der Gemeinde Kreiensen. „Durch die Fusion mit Kreiensen haben wir die riesige Chance auf einen Neustart“: Neustart für die Region ist auch Michaleks Motto.
  • Schulen? Michalek möchte weiterhin alle Bildungsabschlüsse in Einbeck behalten. Das Schulzentrum in Greene werde sie mit allen Mitteln zu erhalten versuchen, denn dieses sei mehr als Schule, auch Zentrum für Sport und Kultur.
  • Dr. Sabine Michalek wird als Einzelbewerberin bei der Bürgermeister-Direktwahl antreten, unterstützt von CDU, FDP und GfE.
  • Sie wird außerdem auch für die CDU für den Stadtrat kandidieren. Auf der Liste im Wahlbereich Nordstadt steht Michalek auf Platz 1. „Ich möchte mein politisches Engagement in Einbeck nicht aufgeben. Am Liebsten möchte ich es natürlich als Bürgermeisterin fortsetzen.“
  • Rathauskauf? Dr. Sabine Michalek plädiert dafür, dass alle und damit mehr als heute bekannte Fakten auf den Tisch kommen. Alle Ratsmitglieder beispielsweise müssten den Mietvertrag einsehen dürfen, fordert sie. Sie selbst hat ihn vor einigen Jahren einmal unter Aufsicht ohne Notizmöglichkeit einsehen dürfen. „Unter den derzeitigen Konditionen kann ich einem Rathauskauf nicht zustimmen.“
  • Sie möchte als Bürgermeisterin die Kommunikation aus dem Rathaus heraus verbessern, die Politik den Bürgern besser erklären. Für den Stadtrat müsse es „so schnell wie möglich“ ein elektronisches Ratsinformationssystem geben.