M & M im Doppelpack

minknerMichalekDie wohl einzige öffentliche Gelegenheit bis zum Wahltag 20. Januar, beide Kandidaten für das Einbecker Bürgermeisteramt (Foto bei der Sportlerehrung 2012) in einer Veranstaltung gleichzeitig zu erleben, bietet der Neujahrsempfang der Vereinigung Handel & Gewerbe Kreiensen. Am Dreikönigstag, 6. Januar, bittet die Werbegemeinschaft aller Kreienser Gewerbetreibenden ab 11 Uhr ins Landhaus Greene und möchte beide Bürgermeisterkandidaten vorstellen. Andere Veranstaltungen, an der sowohl Dr. Sabine Michalek als auch Ulrich Minkner teilnehmen und bei der sie sprechen, sind bis dato nicht bekannt. Die Einbecker Werbegemeinschaft lässt drei Tage vor dem Wahltag bei ihrem Neujahrsempfang über den PS-Speicher vortragen. Die Diskussionsrunde in der Goetheschule vor Weihnachten, an der Michalek und Minkner (und andere Parteienvertreter) teilnahmen, war schulintern.

Schade, dass es wohl zu keinem weiteren „Duell“ kommen wird, denn eine Wahlentscheidung würde sicher für viele einfacher, wenn sie beide Kandidaten gleichzeitig an einem Abend zu verschiedenen Themen hören können. Bei der 2006-er Bürgermeisterwahl hat es so eine vom Superintendenten moderierte Veranstaltung jedenfalls in der Neustädter Kirche in Einbeck gegeben…

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Nützliche Besuche bei Nützlingen

MichalekBesuch bei BIOCAREReisen bildet ja bekanntlich. Und wenn Politiker reisen, lassen sie gerne andere teilhaben an den Neuigkeiten, die sie da erfahren haben, wenn sie vor Ort nahe an den Menschen der Region sind. Abseits von den „üblichen Verdächtigen“, den Standard-Firmen, die Politiker gerne in Einbeck und Umgebung besuchen, nimmt die Bürgermeisterkandidatin von CDU, FDP und GfE auch die kleinen Unternehmen in den Blick, die Kleinen, die aber ganz groß sind in ihrer jeweiligen Nische. Unsere Region hat viele, oftmals den meisten unbekannte Firmen, die es Wert sind, auch abseits von Wahlkämpfen eine größere Bekanntheit zu bekommen.

Dr. Sabine Michalek hat gemeinsam mit CDU-Parteifreunden (Foto) kürzlich die Firma Biocare in Hullersen besucht, die 16 Mitarbeiter in Hullersen und Markoldendorf beschäftigt. Der internationale Spezialist für biologischen Pflanzenschutz von Diplom-Agraringenieur Wilhelm Beitzen-Heineke entwickelt seit 1995 so genannte landwirtschaftliche Nützlinge.  „Abnehmer sind Landwirte in ganz Europa, die die hoch innovativen und  zuverlässigen Produkte zur Bekämpfung des Maiszünslers schätzen. In patentierten Verpackungen kommen die Schlupfwespen-Larven termingerecht zu den Kunden – für etwa 60.000 Hektar Mais europaweit“, schreibt die Kandidatin in einer Mitteilung für die Medien und schließt mit dem Satz: „Solch innovative Unternehmen machen mir Mut für die Zukunft der Wirtschaftsregion Einbeck.“

Beim Lesen der von Michalek verschickten Pressemitteilung musste ich dann aber doch schmunzeln. „Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Produkte und stecken etwa 14 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung“, zitiert sie da den Firmenchef von Biocare. Diese Formulierung ist vielen wohlbekannt von der Firma, bei der das Arbeitsverhältnis der Kandidatin derzeit ruht und für die sie Öffentlichkeitsarbeit machte…


Plakate postiert, die SPD fehlt noch

wahlplakateOhneSPDEs lässt sich trefflich darüber streiten, ob und wenn ja wie die Plakate vor Wahlen die Entscheidung der Wahlberechtigten beeinflussen. Ob diese Poster am Straßenrand überhaupt etwas bringen, außer dass sie Geld kosten. Doch wie dem auch sei: Die ersten Plakate für die Bürgermeisterwahl, die Stadtratswahl und auch die Landtagswahl am 20. Januar hängen, und von vielen Straßenlaternen lächeln uns wieder viele Gesichter an. CDU, FDP, GfE, Grüne und Piraten, sie alle sind nach meiner ersten Durchsicht vertreten. Selbst die Linke, die bei den Kommunalwahlen in Einbeck gar nicht antritt (jedoch bei der Landtagswahl), ist mit Bescherungsplakaten schon mehrere Tage dabei.

wahlplakateMichalekNehringBemerkenswert: Während Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek offenbar auf Masse setzt und fast an jeder strategisch günstig platzierten Laterne ein Plakat hat aufhängen lassen, fehlt von Bürgermeister Ulrich Minkner bislang jegliches Plakat. Auch seine Sozialdemokraten befinden sich offenkundig noch in Weihnachtsruhe und warten ab, während die Mitbewerber die besten, die sichtbarsten Plakatplätze belegt haben. Die SPD hat bis dato noch kein einziges Plakat aufgehängt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAInhaltlich Neues bieten die Plakattafeln indes nicht. Mehr oder weniger Standard: Name, ggf. Partei, Slogan, fertig.

Erste Großflächenplakate mit thematischer Wahlwerbung hat die GfE platziert. Sie will zum Beispiel die Kirche im Dorf lassen…

wahlplakateGfEgross


Dem Stern nicht gefolgt

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin einziger Ratsherr oder eine einzige Ratsfrau aus den Reihen von CDU und FDP hätte ja genügt, um Respekt und guten Willen zu zeigen. Dass aber von der Christlich-Demokratischen Union niemand heute Vormittag beim Empfang der Sternsinger im Rathaus dabei war, und dass auch die FDP so liberal war, den Termin nicht wahrzunehmen, sorgte durchaus selbst bei Wohlmeinenden für höheren Blutdruck. Seit fast 25 Jahren sind immer am Tag nach Weihnachten die Sternsinger der katholischen St. Josef-Gemeinde im Rathaus, geben ihren Segen, starten hier ihre jährliche, überkonfessionelle Aktion, bei der sie in Einbeck und Umgebung immer über 20.000 Euro sammeln – von Kindern für Kinder, in diesem Jahr in Tansania.

Während die SPD fast in Fraktionsstärke dabei war, hielt die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Ursula Beckendorf (GfE) wacker die Fahne der bürgerlichen Seite im Stadtrat hoch. CDU? Fehlanzeige. FDP? Nicht da. Auch von den Grünen war niemand vertreten. Irritiert hat viele außerdem, dass Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek (CDU) bei diesem Termin fehlte. Sie hatte zwar zuvor angekündigt, bis Neujahr Weihnachtspause im Wahlkampf machen (und wahrscheinlich zu Weihnachten die Familie in Bayern besuchen) zu wollen, indes ein „Wahlkampftermin“ war dies heute bei den Sternsingern ohnehin nicht.

Schon seit Jahren ist die Beteiligung der bürgerlichen Politikseite des Stadtrates beim Sternsinger-Empfang eher mau. Vor einigen Jahren hatten sich die Ratspolitiker aus der Partei mit dem C im Namen herausgeredet, man habe keine Einladung erhalten. Dieses Argument jedenfalls zieht in diesem Jahr als Ausrede nicht: Bürgermeister Ulrich Minkner hatte den Termin in öffentlicher Ratssitzung kurz vor Weihnachten laut und deutlich bekannt und allen Ratskollegen ans Herz gelegt.

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Von wahlkampfarmen Debatten und verschollenen Briefen

Sie ist natürlich eine politische Diskussion. Und in Zeiten des Wahlkampfes ist die Debatte über den seit Jahren (immer mal wieder) geplanten Kauf des Neuen Rathauses in Einbeck natürlich auch von Äußerungen geprägt, die genau diesem Datum 20. Januar geschuldet sind. Obwohl sich bei der Diskussion im Stadtrat am Mittwoch alle Beteiligten, was dies angeht, erstaunlich zurück hielten und nur zwischendrin immer mal hie und da ein wenig durchblitzte, dass bald Wahlen sind. War’s die vorweihnachtliche Besinnlichkeit? Oder der Erkenntnis geschuldet, dass bei anderen Themen, die für diese Stadt viel entscheidender waren und sind, alle gemeinsam an einem Strang ziehen, Stichwort Krankenhaus? Vielleicht war’s auch ein wenig Demut, weil der Rat sich in dieser Zusammensetzung das letzte Mal traf.

Margrit Cludius-Brandt jedenfalls konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. Wenn denn die GfE aus wirtschaftlichen Gründen für einen Rathauskauf sei, warum stimme sie dann dem SPD-Antrag nicht zu? „Offenbar wollen sie ihrer mit CDU und FDP gemeinsamen Bürgermeisterkandidatin nicht schaden…“

Eine verbale Auseinandersetzung zwischen der Kandidatin und dem Bürgermeister, die vielleicht manche deutlicher erwartet hatte, blieb nahezu aus. Direkt miteinander redeten Minkner und Michalek in der öffentlichen Sitzung nur einmal. Und da ging es in einer Anfrage der Ratsfrau Dr. Michalek um mutmaßlich verschollene Brief von Einbeck Marketing im Rathaus. Minkners Replik? Die Briefe seien nicht im Rathaus verschollen, vielleicht hätten diese das Neue Rathaus nie erreicht…

Waren es Weihnachtsgrüße?


Ausgeschenkt, eingeschenkt, 515-Euro-Geschenk

michalekGlühweinSpendenübergabeDie Idee war spontan entstanden. Natürlich beim Glühwein trinken. Heiko Jörns, Glühweinbudenbesitzer auf dem Einbecker Weihnachtsmarkt, und Dr. Sabine Michalek, Bürgermeisterkandidatin, standen zusammen, sprachen miteinander und kamen auf diese Idee: Und so schenkte die Kandidatin aus (und manchem auch ein). Der Erlös aus der abendlichen Glühwein-Aktion kommt dem Bündnis für Familien mit seinem Service-Büro am Hallenplan zugute. 515 Euro überreichten Michalek und Jörns gestern Abend an Martina Hainski vom Einbecker Bündnis für Familien (Foto). Dort kommt das Geld der generationenübergreifenden Arbeit zugute.

Und ob der Rote nun weg muss (der rote Glühwein natürlich) und man deshalb diesen trinken sollte, entscheidet sich später…


Einen eingeschenkt bekommen

michalekGlühweinWer austeilt, muss auch einstecken können. Das gilt nicht nur, aber auch für das Verhältnis zwischen Politikern und Journalisten. Und so habe ich mir heute Abend mal so richtig einen einschenken lassen…

Okay, wirklich schmerzhaft war’s nicht, schließlich ging’s (jedenfalls vorrangig) um Glühwein: Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek hat an der Glühweinbude von Heiko Jörns auf dem Weihnachtsmarkt in Einbeck den Zapfhahn betätigt. Sie zapfte für den guten Zweck, fürs Lokale Bündnis für Familien in Einbeck. Und das ist traditionell überparteilich unterwegs. Vorsitzender Peter Traupe, bekanntermaßen SPD-Mitglied, ließ sich von CDU-Mitglied Sabine Michalek gerne einen einschenken. Ihm taten es zahlreiche andere Besucher des Weihnachtsdorfes gleich.

Mal schauen, wieviel am Ende in der gläsernen Spendendose zusammen kam. So mancher hat sichtbar sein Pfandgeld hinein gegeben. Und noch ein wenig mehr. Als Grundstock hatte Heiko Jörns eine Summe von 300 Euro ausgelobt. Dafür ein Lob.

 


Im Schneegestöber

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm Schneegestöber vorbei geschaut beim heutigen Weihnachtsmarkt in Kreiensen hat Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek, hier auf einen Schnack mit Frank-Dieter Pfefferkorn (Bürgerliste) aus Greene und Bernhard Brinckmann (kandidiert auf der Bürgerliste) aus Billerbeck.

Die heute online gegangene Website des Bürgermeisters Ulrich Minkner hatte sich die Herausforderin zuvor schon angesehen. Woher sie es wusste, dass die Site gestartet war? Die Kandidatin lässt sich per RSS-Feed über alle Neuigkeiten des Einbecker-Wahlblogs informieren. Also auch über diese hier ;-)

Update 09.12.2012, 23:10: In einer ersten Version hatte ich fälschlich geschrieben, dass Brinckmann auf der GfE-Liste kandidieren würde.


EINs zu EINs

EIN Auto_mittelJetzt hat auch das Wahlkampfauto der Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek ein EIN-Kennzeichen. Das vermeldete sie heute Mittag per Facebook und legte am Nachmittag per Pressemitteilung nach. Bürgermeister Ulrich Minkner hatte bereits seit dem Start der neuen Möglichkeiten das Schild mit den Einbecker Buchstaben an seinem privaten Auto, während Michaleks Smart immer noch mit NOM fuhr, was auch ich kritisiert hatte.

„Einbeck so in die Welt hinaus zu tragen, finde ich ein tolles Zeichen der Identifikation“, schreibt Michalek heute in ihrer Pressemitteilung und erklärt, dass ihr Auto bereits seit einigen Tagen mit dem EIN durch die Gegend düst (auf dem Foto ist freilich noch das NOM montiert, das EIN – BM 13 hält sie in der Hand, wahrscheinlich aber ja nur fürs Foto zum Vergleich…).

Eine interessante Zahl bringt die Kandidatin von der Einbecker Kfz-Zulassungsstelle mit, in der es heute erstmals keine Warteschlangen gegeben haben soll: Schon 700 Ummeldungen auf das EIN hat es bisher gegeben.

Übrigens, erklärte Dr. Sabine Michalek, sei das Kennzeichen auch eine originelle Geschenkidee – ein EIN-Wunschkennzeichen unter dem Weihnachtsbaum: „Für mich ist das Zeichen nicht bloße Nostalgie, sondern vor allem ein Symbol für Zukunft.“ Daher wahrscheinlich die Buchstaben BM, BM wie Bürgermeisterin…


341 Namen: Wer kandidiert wo?

Zugegeben, die Liste der jetzt vom Wahlausschuss zugelassenen Kandidaten für die Bürgermeister-, Stadtrats- und Ortsrätewahl ist trockene, harte Kost, will man gründlich alle Namen studieren. 123 Frauen und Männer kandidieren für den Stadtrat, 216 für die 24 zu wählenden Ortsräte (in den anderen Dörfern gibt es Ortsbeauftragte), zwei für den Bürgermeisterposten.

Aber es lohnt sich, die Liste einmal genauer zu betrachten: Jüngste Kandidatin ist Helen Traupe (18), die nicht nur in jahrzehntelanger sozialdemokratischer Tradition steht (Großvater und Vater sind für die SPD politisch aktiv), sondern kürzlich die Chance ergriffen hat, sich mit ihrem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel ablichten zu lassen (Foto). Ältester Kandidat ist Reiner Jordan (80) auf der Liste der FDP.

Und man sieht, dass nicht nur Dr. Sabine Michalek mit Netz und doppeltem Boden kandidiert (sie steht auch auf Platz 1 der CDU-Liste), denn Bürgermeister Ulrich Minkner kandidiert ebenfalls für einen Stadtratssitz, genauso auf Platz 1, auf der Liste der SPD, allerdings in einem anderen Wahlbereich (Einbeck-Süd und Oststadt).