Nur ein einziges Mal? Beide Kandidaten auf einen Schlag

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs war durchaus ein munterer verbaler Schlagabtausch, bei dem Unterschiede deutlich wurden (hier ein ausführlicher Bericht). Und genau dafür sind ja solche Veranstaltungen wie die heute in Greene (Foto) auch gedacht. Beide Kandidaten, die am 20. Januar in Einbeck für das Bürgermeisteramt antreten, sprachen gemeinsam bei einer Veranstaltung, erläuterten ihre Vorstellungen, stellten sich den Fragen. Das erlaubt den Wählerinnen und Wählern, leichter entscheiden zu können, wem man denn nun seine Stimme bei der Bürgermeisterwahl geben möchte. Ohne lange in Wahlprogrammen lesen oder verschiedene Veranstaltungen der einzelnen Kandidaten besuchen zu müssen.

Rund 150 Menschen waren dabei. Wenn man allerdings mal diejenigen abzieht, die nicht klar einer Partei oder politischen Gruppierung zuzuordnen sind, schrumpft diese Teilnehmerzahl spürbar. Trotzdem wäre es sehr schade, wenn es heute bei der Vereinigung Handel & Gewerbe Kreiensen die einzige Veranstaltung gewesen wäre, bei der beide Kandidaten aufeinander treffen. Noch ist es ja nicht zu spät…

Natürlich stand heute thematisch die Fusion von Kreiensen mit Einbeck im Mittelpunkt der Debatte. Dabei wurden Begriffe benutzt, die stilprägend sein könnten, wenn man nicht immer längliche Formulierungen wie „im ehemaligen Gemeindegebiet Kreiensen“ oder ähnlich gestelzt wirkende Sätze verwenden will. Alt-Einbeck und Neu-Einbeck, parallel dazu könnte Alt-Kreiensen die bisherige Gemeinde Kreiensen genannt werden. Mal schauen, ob sich das durchsetzt…

Advertisements

Sounds, Suppe, Sabine

OLYMPUS DIGITAL CAMERAViele Gespräche, junge Musik, leckere Kartoffelsuppe: Wer heute „Auf’n Schnack mit Sabine“ in der Rathaushalle war, konnte nicht nur politische Neuigkeiten austauschen, sondern gleichzeitig auch einen Sound-Update erledigen, wie vielfältig und wie hörenswert die junge Musikszene in Einbeck ist. Schade immer, dass bei allem Smalltalk manchmal die Künstler auf der Bühne so wenig beachtet werden…

Der Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek, selbst musikalisch aktiv, liegen diese junge Musiker sehr am Herzen, die Auftritts- ebenso wie die Probenmöglichkeiten in entsprechenden Räumen, wie sie sagte. Unter anderem heute am Start war „Memories of Tomorrow“ (Foto), eine junge Band aus Einbeck. Erinnerungen von morgen… also, das kann man politisch deuten, muss es aber nicht…


M & M im Doppelpack

minknerMichalekDie wohl einzige öffentliche Gelegenheit bis zum Wahltag 20. Januar, beide Kandidaten für das Einbecker Bürgermeisteramt (Foto bei der Sportlerehrung 2012) in einer Veranstaltung gleichzeitig zu erleben, bietet der Neujahrsempfang der Vereinigung Handel & Gewerbe Kreiensen. Am Dreikönigstag, 6. Januar, bittet die Werbegemeinschaft aller Kreienser Gewerbetreibenden ab 11 Uhr ins Landhaus Greene und möchte beide Bürgermeisterkandidaten vorstellen. Andere Veranstaltungen, an der sowohl Dr. Sabine Michalek als auch Ulrich Minkner teilnehmen und bei der sie sprechen, sind bis dato nicht bekannt. Die Einbecker Werbegemeinschaft lässt drei Tage vor dem Wahltag bei ihrem Neujahrsempfang über den PS-Speicher vortragen. Die Diskussionsrunde in der Goetheschule vor Weihnachten, an der Michalek und Minkner (und andere Parteienvertreter) teilnahmen, war schulintern.

Schade, dass es wohl zu keinem weiteren „Duell“ kommen wird, denn eine Wahlentscheidung würde sicher für viele einfacher, wenn sie beide Kandidaten gleichzeitig an einem Abend zu verschiedenen Themen hören können. Bei der 2006-er Bürgermeisterwahl hat es so eine vom Superintendenten moderierte Veranstaltung jedenfalls in der Neustädter Kirche in Einbeck gegeben…


Nützliche Besuche bei Nützlingen

MichalekBesuch bei BIOCAREReisen bildet ja bekanntlich. Und wenn Politiker reisen, lassen sie gerne andere teilhaben an den Neuigkeiten, die sie da erfahren haben, wenn sie vor Ort nahe an den Menschen der Region sind. Abseits von den „üblichen Verdächtigen“, den Standard-Firmen, die Politiker gerne in Einbeck und Umgebung besuchen, nimmt die Bürgermeisterkandidatin von CDU, FDP und GfE auch die kleinen Unternehmen in den Blick, die Kleinen, die aber ganz groß sind in ihrer jeweiligen Nische. Unsere Region hat viele, oftmals den meisten unbekannte Firmen, die es Wert sind, auch abseits von Wahlkämpfen eine größere Bekanntheit zu bekommen.

Dr. Sabine Michalek hat gemeinsam mit CDU-Parteifreunden (Foto) kürzlich die Firma Biocare in Hullersen besucht, die 16 Mitarbeiter in Hullersen und Markoldendorf beschäftigt. Der internationale Spezialist für biologischen Pflanzenschutz von Diplom-Agraringenieur Wilhelm Beitzen-Heineke entwickelt seit 1995 so genannte landwirtschaftliche Nützlinge.  „Abnehmer sind Landwirte in ganz Europa, die die hoch innovativen und  zuverlässigen Produkte zur Bekämpfung des Maiszünslers schätzen. In patentierten Verpackungen kommen die Schlupfwespen-Larven termingerecht zu den Kunden – für etwa 60.000 Hektar Mais europaweit“, schreibt die Kandidatin in einer Mitteilung für die Medien und schließt mit dem Satz: „Solch innovative Unternehmen machen mir Mut für die Zukunft der Wirtschaftsregion Einbeck.“

Beim Lesen der von Michalek verschickten Pressemitteilung musste ich dann aber doch schmunzeln. „Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Produkte und stecken etwa 14 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung“, zitiert sie da den Firmenchef von Biocare. Diese Formulierung ist vielen wohlbekannt von der Firma, bei der das Arbeitsverhältnis der Kandidatin derzeit ruht und für die sie Öffentlichkeitsarbeit machte…


Im Schneegestöber

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm Schneegestöber vorbei geschaut beim heutigen Weihnachtsmarkt in Kreiensen hat Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek, hier auf einen Schnack mit Frank-Dieter Pfefferkorn (Bürgerliste) aus Greene und Bernhard Brinckmann (kandidiert auf der Bürgerliste) aus Billerbeck.

Die heute online gegangene Website des Bürgermeisters Ulrich Minkner hatte sich die Herausforderin zuvor schon angesehen. Woher sie es wusste, dass die Site gestartet war? Die Kandidatin lässt sich per RSS-Feed über alle Neuigkeiten des Einbecker-Wahlblogs informieren. Also auch über diese hier ;-)

Update 09.12.2012, 23:10: In einer ersten Version hatte ich fälschlich geschrieben, dass Brinckmann auf der GfE-Liste kandidieren würde.


EINs zu EINs

EIN Auto_mittelJetzt hat auch das Wahlkampfauto der Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek ein EIN-Kennzeichen. Das vermeldete sie heute Mittag per Facebook und legte am Nachmittag per Pressemitteilung nach. Bürgermeister Ulrich Minkner hatte bereits seit dem Start der neuen Möglichkeiten das Schild mit den Einbecker Buchstaben an seinem privaten Auto, während Michaleks Smart immer noch mit NOM fuhr, was auch ich kritisiert hatte.

„Einbeck so in die Welt hinaus zu tragen, finde ich ein tolles Zeichen der Identifikation“, schreibt Michalek heute in ihrer Pressemitteilung und erklärt, dass ihr Auto bereits seit einigen Tagen mit dem EIN durch die Gegend düst (auf dem Foto ist freilich noch das NOM montiert, das EIN – BM 13 hält sie in der Hand, wahrscheinlich aber ja nur fürs Foto zum Vergleich…).

Eine interessante Zahl bringt die Kandidatin von der Einbecker Kfz-Zulassungsstelle mit, in der es heute erstmals keine Warteschlangen gegeben haben soll: Schon 700 Ummeldungen auf das EIN hat es bisher gegeben.

Übrigens, erklärte Dr. Sabine Michalek, sei das Kennzeichen auch eine originelle Geschenkidee – ein EIN-Wunschkennzeichen unter dem Weihnachtsbaum: „Für mich ist das Zeichen nicht bloße Nostalgie, sondern vor allem ein Symbol für Zukunft.“ Daher wahrscheinlich die Buchstaben BM, BM wie Bürgermeisterin…


Mit Notizbuch unterwegs

Interessiert, neugierig, immer das Notizbuch in Griffweite, um sich etwas aufzuschreiben: So habe ich Dr. Sabine Michalek auf ihrer Tour durch die Dörfer Kreiensens erlebt. Eine Kandidatin zum Anfassen, die den Kaffee für das Gespräch nach dem Rundgang durch den Ort selbst mitbringt und aus ihrem Smart die Thermokannen trägt. Und die sich in Kreiensen auch mal kurz vom Ortsbürgermeister und seiner Delegation verabschiedet, um fünf Minuten lang mit einer Bürgerin Kreiensens unter vier Augen sprechen zu können.

Die Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Einbeck hat mittlerweile ziemlich viel im Block stehen, alle 15 Ortschaften der Gemeinde Kreiensen hat sie besucht, sich von den Ortschefs und den Bürgern dort vor Ort zeigen lassen, was in ihrem Dorf gut läuft, wo die Probleme sind, was sie erwarten von der neuen Stadt Einbeck, zu der sie ab 1. Januar gehören werden. In den Einbecker Ortschaften will Michalek das fortsetzen, da braucht sie wieder gute Kondition. Vielleicht schaffen sie oder ihr Team es ja bis dahin, den Wahlkampf-Smart mit EIN-Kennzeichen auszustatten… Wo sie doch einen Neustart propagiert.


Wann meldet sich die SPD, wann der Bürgermeister?

Wenn man führende Genossen dieser Tage so hört, was sie vom Wahlkampfauftakt von Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek halten, erntet man eher Achselzucken. „Alles schon mal dagewesen“, „muss man so machen“, „zu amerikanisch“ (wegen der Ansteckbuttons, des Autos und überhaupt der Website, Facebook-Seite etc.). Gelassenheit ist glaube ich das derzeit passendste Wort, das den Zustand der Sozialdemokraten umschreibt. Der Amtsinhaber selbst macht derweil seinen Job, ist präsent.

Es bleibt abzuwarten, wann die SPD mit ihrer Wahlkampagne beginnt (die Internetseite http://www.ulrich-minkner.de ist mutmaßlich zumindest schon mal reserviert). Zunächst lautet offenbar  die Parole: Kommen lassen.

Nicht aussitzen indes lässt sich der jüngste Vorwurf der Wählergemeinschaft GfE in einer Stellungnahme zum umstrittenen Rathauskauf. Der GfE-Vorsitzende Georg Folttmann wirft dem Bürgermeister vor, dieser komme „wieder einmal“ seinen Pflichten nicht nach. Das kann Bürgermeister Ulrich Minkner nicht so unkommentiert im Raum stehen lassen und einfach so zum Tagesgeschäft übergehen.

Update 15.11.2012: Der Bürgermeister wird den Vorwurf nicht kommentieren, sagte er mir heute.