Merkel motivierte Michalek

Merkel_MichalekCDUFür die Wahl Glück gewünscht hatte der gestern gewählten neuen Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek kurz vor der Wahl auch Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel (Foto, l.). Michalek ist CDU-Mitglied, war bei den Bürgermeisterwahlen allerdings als von CDU, FDP und GfE unterstützte Einzelbewerberin angetreten.

Das Sekunden-Treffen fürs Foto, das ausschließlich der CDU-Fotograf machen durfte, fand vor einer Woche in Hildesheim statt. Auch das weibliche Wahlkampfteam Michalek durfte für Sekunden neben der Bundeskanzlerin stehen, die an dem Abend für (Noch-) Ministerpräsident David McAllister Wahlkampf machte. Merkel_MichalekTeamCDUDem jedenfalls hat die Merkel-Visite am Ende des Abends nichts genutzt…

(c) der Fotos: CDU

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Bewegung, im Winter, auf der Straße

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Parteien geben alles auf den winterlich weißen Straßen und Plätzen, verteilen Kochlöffel aus Holz, Würstchen, Marzipan und Bonbons. Daneben die Infopapiere. Als heute Umweltminister und FDP-Spitzenmann Stefan Birkner in Einbeck in den Straßenwahlkampf eingriff, kam es zu einer besonderen Begegnung. Viele Passanten waren in der Marktstraße nicht gerade unterwegs, das ihn filmende NDR-Team suchte schon händeringend nach Wählerkontakt mit dem FDP-Politiker.

Auf dem Marktplatz hingegen trafen (ohne TV-Kameras) Stefan Birkner und FDP-Landtagskandidat Christian Grascha auf den Parlamentskollegen von der CDU, Joachim Stünkel. Der packte mit seinen Parteifreunden die Tische vor dem Rathaus gerade ins Wahlkampfmobil.

Birkner rief im Pressegespräch der Liberalen im warmen Brodhaus-Fass seine Parteifreunde (und ein bisschen auch die nicht dabei sitzende CDU) dazu auf, bis zur letzten Minute zu mobilisieren. Der Politiker sieht ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb, die Frage, ob seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde überspringt, stellt sich ihm schon gar nicht mehr. Für Birkner geht es darum, ob es gemeinsam mit der Union reicht, die Regierung fortzusetzen. „Da ist Bewegung drin, das wird sich auf den letzten Metern entscheiden.“

Und auf diesen letzten Metern bis zur Wahlurne geben die Parteien noch einmal alles. Nächsten Sonnabend dürfte die Fußgängerzone mitten in Einbeck einer großen Standfläche für die verschiedenen Parteien und Gruppierungen gleichen.


Operation Kreistagssitzung

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Interesse war groß an der gestrigen Kreistags-Sondersitzung zum Thema Einbecker Krankenhaus. Groß war leider nicht die Flexibilität der Kreisverwaltung, die den großen Zuschauerraum nicht anbot, weil dort Wahlurnen und -unterlagen standen… vielleicht hätte es im Kreishaus für das erwartbare große Zuschauerinteresse noch einen anderen Raum gegeben, in dem man kurzfristig die Wahl-Utensilien hätte abstellen können, um den Menschen bequemere Möglichkeiten geben zu können, die Bürgschaftssitzung zu verfolgen.

Letztlich haben die meisten Interessierten im Sitzungssaal einen Sitzplatz gefunden, hier nur vorübergehend als Zuhörerin auf dem Fußboden saß die stellvertretende Bürgermeisterin, Dr. Ursula Beckendorf (GfE).

Mit dabei waren auch (Foto) die beiden Bewerber um das Bürgermeisteramt, Amtsinhaber Ulrich Minkner und seine Herausforderin Dr. Sabine Michalek. Hier im lockeren Gespräch mit den Kreistagsabgeordneten aus Einbeck, Christian Grascha (FDP) und Dirk Ebrecht (CDU). Humor löst ja manchmal Anspannungen.

Auch der neue Rathaus-Jurist, Torsten Wendt, war an der Seite seines Bürgermeisters mit dabei, die Akten in der Tasche, bereits auch schon im vorher nicht-öffentlich tagenden Kreisausschuss. Operation Kreistagssitzung konnte beginnen…


C wie Canvassing

CIMG1220Den Begriff benutzt eigentlich nur die CDU, und das regelmäßig schon seit Jahren vor Wahlen: Canvassing. Die Christdemokraten meinen damit meist die Informationsstände, die sie in Fußgängerzonen, vor Einkaufsmärkten oder an sonst strategisch günstigen Standorten aufbauen, um für bevorstehende Wahlen zu werben.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Stünkel (Foto, bei einem Firmenbesuch bei der Firma Heyne & Penke in Dassel) hat sich für den morgigen Donnerstag (17. Januar) zwischen 10 und 12 Uhr angesagt, auf dem Einbecker Marktplatz gemeinsam mit seinen Einbecker CDU-Parteifreunden zu canvassen, wenn man so sagen will.

Wenn wir mal auf Wikipedia vertrauen (was man ja nicht immer und überall tun sollte), dann versteht man unter Canvassing den „Kundenfang“ oder die „Stimmenwerbung“, also „die systematische Anbahnung eines direkten Kontaktes zu einer bestimmten Gruppe von Personen“, wie die Internet-Enzyklopädie schreibt. Als Ziel beschreibt Wikipedia: „Herauszufinden, wie der Wähler abstimmen wird. Diskussionen oder Überzeugungsarbeit sind von eher untergeordneter Bedeutung.“

Da können wir ja mal gespannt sein – und vorsichtig sein, wenn jemand herausfinden will, wie ich stimmen werde…


Bis die E-Mailfächer überlaufen…

albertschweitzerSPDDie letzte Woche vor dem Wahlsonntag hat begonnen, die Zeit also, die gemeinhin immer als die heiße Phase beschrieben wird. albertschweitzerCDU_CIMG1112

Erkennbar ist das vor allem daran, dass die Zahl der E-Mails von den Kandidaten überproportional ansteigt, besonders von den Landtagskandidaten. Jeder Besuch wird zur Meldung verarbeitet, die armen Kolleginnen und Kollegen in den Zeitungsredaktionen, die dieser Flut fair begegnen müssen und wollen.

Wie unterschiedlich solche Besuche ablaufen können und wie verschieden dann die Betroffenen darüber berichten, machen zwei Mitteilungen deutlich von Visiten beim Albert-Schweitzer-Familienwerk in Uslar. Joachim Stünkel (CDU) war dort (Wortlaut der Mitteilung), Uwe Schwarz (SPD war auch dort (Wortlaut der Mitteilung).

Schön ist, einmal die Unterschiede zu registrieren (und ich meine jetzt nicht, wieviele Menschen bei den jeweiligen Besuchen mit am Tisch gesessen haben, wie es die aus gegensätzlichen Perspektiven im gleichen Raum aufgenommenen Fotos zeigen, es gab bei beiden Besuchen Kekse, Kaffee und Wasser).

Fairerweise sei vorausgeschickt, dass Schwarz als langjähriger Sozialpolitiker eventuell leichte fachliche Vorteile hat bei einem Besuch in einer Einrichtung wie dem Albert-Schweitzer-Familienwerk. Angemerkt sei außerdem, dass beide Kandidaten unterschiedlich ausführliche Mitteilungen in die Redaktionen schicken. Bemerkenswert sind die jeweiligen Pressemitteilungen aus den jeweiligen Sichtweisen der konkurrierenden Politiker dennoch.

Während Stünkel über Auswirkungen der Schuldenbremse und über den Einsatz von Pflegekräften aus dem europäischen Ausland gesprochen hat, setzt Schwarz bei der Pflege auf die kostenlose Ausbildung von Pflegekräften und die angemessene Bezahlung selbiger.


Wahlkampf-Operation Krankenhaus

SAMSUNGNiemand wollte es in den Wahlkampf ziehen, das haben immer alle beteuert. Schließlich ist sich die Politik hier auch imgrunde einig, alle Einbecker Politiker (okay, einer vielleicht nicht) wollen das Sertürner-Krankenhaus erhalten, notfalls mit Millionen Steuergeldern. Zumindest sagen sie das vor dem Wahltag am 20. Januar. Zurzeit ist das auch geltende Beschlusslage (nach den Dezember-Entscheidungen von Stadtrat und Landrat/Kreisausschuss).

Niemand will angefangen haben, will derjenige sein, der die insolvente Klinik für seine politischen Zwecke einspannt.

Es ist ohnehin müßig, den ersten Stein zu suchen.

Jetzt, eine Woche vor der Wahl, ist das Einbecker Krankenhaus endgültig in die Mühlen des Kommunalwahlkampfes in Einbeck geraten. Vor allem bei der Auseinandersetzung, wer künftig Bürgermeister von Einbeck sein soll, nimmt die Debatte an Schärfe zu. Wer heute die Zeitung liest, wer die Anzeigen und Leserbriefe studiert, kann keinen anderen Eindruck gewinnen. Aktuell hat sich der Einbecker CDU-Chef und Kreistagsabgeordnete Dirk Ebrecht mit einem Offenen Brief an SPD-Kreistagsfraktionschef Martin Wehner zu Wort gemeldet, der erstaunliche Details offenbart. Hier der Wortlaut: OffenerBriefEbrecht120113

Spätestens, nachdem der Landrat gestern den Kreistag zu einer Sondersitzung einberufen hat, ist das finanziell angeschlagene Krankenhaus mit seinen rund 250 Mitarbeitern zum Top-Thema der letzten, der entscheidenden Wahlkampfwoche geworden. Das Schwarze-Peter-Spiel hat längst begonnen.

Dabei ist absehbar, was da am nächsten Dienstag im Kreistag geschehen wird: Niemand wird vor dem Wahltag sagen, er sei gegen das Einbecker Krankenhaus. Auch wenn er damit vielleicht ehrlich wäre. Wer dies tut, riskiert am nächsten Wahlsonntag dafür abgestraft zu werden, das sind die politischen Spielregeln. Die Bürgschaft wird beschlossen werden, die dafür notwendigen Zusagen werden gegeben, politisch gedacht wird sich kein Landesminister die Blöße geben, wenige Tage vor einer Landtagswahl ein Krankenhaus zu schließen.

Die entscheidende Frage ist, ob das alles dem Einbecker Krankenhaus nachhaltig hilft…

Und welche Halbwertzeit die Zusagen haben…


Auf dem Lanz in den Landtag

OLYMPUS DIGITAL CAMERAVom Land für das Land – das ist seit jeher der Slogan von Joachim Stünkel. Heute Abend startete der CDU-Landtagsabgeordnete aus Lüthorst in Einbeck seinen Wahlkampf. Und sozusagen standesgemäß fuhr Stünkel seine Überraschungsgäste in die Fahrzeughalle, in der rund 100 Anhänger bei Politik, Musik von DJ Tanzbär und Gesprächen und Getränken den Abend verbrachten.

Joachim Stünkel steuerte den Traktor, vorn saß der „Singende Landtagsabgeordnete“, Johann-Heinrich Ahlers aus Nienburg, mit dem Akkordeon. An seiner linken Seite hatte Stünkel seine CDU-Landtagskollegen Clemens Große Macke (Cloppenburg) und Frank Oesterhelweg (Wolfenbüttel). Malte Schober aus dem CDU-Nachbarwahlkreis Northeim ergänzte die Trecker-Truppe, die mit dem Lanz da war. Und auch der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Grascha (Einbeck) hatte die Einladung Stünkels angenommen und war begeistert beim Wahlkampfauftakt dabei, stieg auf den Wagen und sang mit.

So weit, dass Stünkel seinem Kollegen Grascha die Zweitstimme überlassen würde, wollte der Lüthorster dann aber doch nicht gehen: Joachim Stünkel gab sich kämpferisch, warb für eine starke CDU. Er möchte den Wahlkreis direkt gewinnen, und er möchte keinesfalls wiederholen, dass ihm wieder (wie vor fünf Jahren) 226 Stimmen fehlen.


Nützliche Besuche bei Nützlingen

MichalekBesuch bei BIOCAREReisen bildet ja bekanntlich. Und wenn Politiker reisen, lassen sie gerne andere teilhaben an den Neuigkeiten, die sie da erfahren haben, wenn sie vor Ort nahe an den Menschen der Region sind. Abseits von den „üblichen Verdächtigen“, den Standard-Firmen, die Politiker gerne in Einbeck und Umgebung besuchen, nimmt die Bürgermeisterkandidatin von CDU, FDP und GfE auch die kleinen Unternehmen in den Blick, die Kleinen, die aber ganz groß sind in ihrer jeweiligen Nische. Unsere Region hat viele, oftmals den meisten unbekannte Firmen, die es Wert sind, auch abseits von Wahlkämpfen eine größere Bekanntheit zu bekommen.

Dr. Sabine Michalek hat gemeinsam mit CDU-Parteifreunden (Foto) kürzlich die Firma Biocare in Hullersen besucht, die 16 Mitarbeiter in Hullersen und Markoldendorf beschäftigt. Der internationale Spezialist für biologischen Pflanzenschutz von Diplom-Agraringenieur Wilhelm Beitzen-Heineke entwickelt seit 1995 so genannte landwirtschaftliche Nützlinge.  „Abnehmer sind Landwirte in ganz Europa, die die hoch innovativen und  zuverlässigen Produkte zur Bekämpfung des Maiszünslers schätzen. In patentierten Verpackungen kommen die Schlupfwespen-Larven termingerecht zu den Kunden – für etwa 60.000 Hektar Mais europaweit“, schreibt die Kandidatin in einer Mitteilung für die Medien und schließt mit dem Satz: „Solch innovative Unternehmen machen mir Mut für die Zukunft der Wirtschaftsregion Einbeck.“

Beim Lesen der von Michalek verschickten Pressemitteilung musste ich dann aber doch schmunzeln. „Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Produkte und stecken etwa 14 % unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung“, zitiert sie da den Firmenchef von Biocare. Diese Formulierung ist vielen wohlbekannt von der Firma, bei der das Arbeitsverhältnis der Kandidatin derzeit ruht und für die sie Öffentlichkeitsarbeit machte…


Party und Politik – und Überraschungen…

brunnenfestKlaedenStünkelAhlersParty und Politik, zum Anfassen und Erleben und mit Überraschungen – das verspricht der CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Stünkel bei seinem Wahlkampfauftakt am 4. Januar in Einbeck. Der Lüthorster hat nicht nur DJ Tanzbär am Start, sondern auch den Singenden Landtagsabgeordneten Johann-Heinrich Ahlers (Foto), der schon beim Lüthorster Brunnenfest im vergangenen August für Stimmung sorgt, am Saxophon genauso wie am Akkordeon (hier gibt’s einen Video-Clip). Und dann kündigt Stünkel noch ganz geheimnisvoll „mehrere Überraschungsgäste“ an, die ab 19 Uhr in der Fahrzeughalle von Henniges an der Hullerser Landstraße dabei sein werden. Mehr ließ sich der CDU-Politiker bislang nicht entlocken…

Vielleicht gibt’s ja auch Überraschungen dieser lustigen Sorte… Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) aus dem Nachbarwahlkreis hat jedenfalls diesen staatstragenden Spot bei Youtube eingestelltstollwerckBauerYoutube


Plakate postiert, die SPD fehlt noch

wahlplakateOhneSPDEs lässt sich trefflich darüber streiten, ob und wenn ja wie die Plakate vor Wahlen die Entscheidung der Wahlberechtigten beeinflussen. Ob diese Poster am Straßenrand überhaupt etwas bringen, außer dass sie Geld kosten. Doch wie dem auch sei: Die ersten Plakate für die Bürgermeisterwahl, die Stadtratswahl und auch die Landtagswahl am 20. Januar hängen, und von vielen Straßenlaternen lächeln uns wieder viele Gesichter an. CDU, FDP, GfE, Grüne und Piraten, sie alle sind nach meiner ersten Durchsicht vertreten. Selbst die Linke, die bei den Kommunalwahlen in Einbeck gar nicht antritt (jedoch bei der Landtagswahl), ist mit Bescherungsplakaten schon mehrere Tage dabei.

wahlplakateMichalekNehringBemerkenswert: Während Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek offenbar auf Masse setzt und fast an jeder strategisch günstig platzierten Laterne ein Plakat hat aufhängen lassen, fehlt von Bürgermeister Ulrich Minkner bislang jegliches Plakat. Auch seine Sozialdemokraten befinden sich offenkundig noch in Weihnachtsruhe und warten ab, während die Mitbewerber die besten, die sichtbarsten Plakatplätze belegt haben. Die SPD hat bis dato noch kein einziges Plakat aufgehängt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAInhaltlich Neues bieten die Plakattafeln indes nicht. Mehr oder weniger Standard: Name, ggf. Partei, Slogan, fertig.

Erste Großflächenplakate mit thematischer Wahlwerbung hat die GfE platziert. Sie will zum Beispiel die Kirche im Dorf lassen…

wahlplakateGfEgross