Nachgezogen…

SAMSUNGNachgezogen noch im altem Jahr hat bei der Plakatierung Bürgermeister Ulrich Minkner (der mit dem roten Schal) und seine SPD. Wenn auch (bislang) in einem deutlich geringeren Umfang.

Heute morgen habe ich jedenfalls einzelne Plakate des Bürgermeisters und der SPD (mit Kachelmotiv der Website) auf der Altendorfer Straße gesehen. Sie seien hiermit als Update nachgereicht. Wahrscheinlich werden die SPD-Plakate erst nach Neujahr postiert. Eine große SPD-Plakatfläche (mit Landtagswahl-Spitzenmann Stephan Weil) steht am oberen Hubeweg in Richtung Krankenhaus.

Wie gesagt: Ob viele Plakate auch viele Wählerstimmen bedeuten, lasse ich mal unkommentiert. Und: Nicht wessen Plakat oben hängt, gewinnt auch automatisch ;-)

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Dem Stern nicht gefolgt

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin einziger Ratsherr oder eine einzige Ratsfrau aus den Reihen von CDU und FDP hätte ja genügt, um Respekt und guten Willen zu zeigen. Dass aber von der Christlich-Demokratischen Union niemand heute Vormittag beim Empfang der Sternsinger im Rathaus dabei war, und dass auch die FDP so liberal war, den Termin nicht wahrzunehmen, sorgte durchaus selbst bei Wohlmeinenden für höheren Blutdruck. Seit fast 25 Jahren sind immer am Tag nach Weihnachten die Sternsinger der katholischen St. Josef-Gemeinde im Rathaus, geben ihren Segen, starten hier ihre jährliche, überkonfessionelle Aktion, bei der sie in Einbeck und Umgebung immer über 20.000 Euro sammeln – von Kindern für Kinder, in diesem Jahr in Tansania.

Während die SPD fast in Fraktionsstärke dabei war, hielt die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Ursula Beckendorf (GfE) wacker die Fahne der bürgerlichen Seite im Stadtrat hoch. CDU? Fehlanzeige. FDP? Nicht da. Auch von den Grünen war niemand vertreten. Irritiert hat viele außerdem, dass Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek (CDU) bei diesem Termin fehlte. Sie hatte zwar zuvor angekündigt, bis Neujahr Weihnachtspause im Wahlkampf machen (und wahrscheinlich zu Weihnachten die Familie in Bayern besuchen) zu wollen, indes ein „Wahlkampftermin“ war dies heute bei den Sternsingern ohnehin nicht.

Schon seit Jahren ist die Beteiligung der bürgerlichen Politikseite des Stadtrates beim Sternsinger-Empfang eher mau. Vor einigen Jahren hatten sich die Ratspolitiker aus der Partei mit dem C im Namen herausgeredet, man habe keine Einladung erhalten. Dieses Argument jedenfalls zieht in diesem Jahr als Ausrede nicht: Bürgermeister Ulrich Minkner hatte den Termin in öffentlicher Ratssitzung kurz vor Weihnachten laut und deutlich bekannt und allen Ratskollegen ans Herz gelegt.

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Von wahlkampfarmen Debatten und verschollenen Briefen

Sie ist natürlich eine politische Diskussion. Und in Zeiten des Wahlkampfes ist die Debatte über den seit Jahren (immer mal wieder) geplanten Kauf des Neuen Rathauses in Einbeck natürlich auch von Äußerungen geprägt, die genau diesem Datum 20. Januar geschuldet sind. Obwohl sich bei der Diskussion im Stadtrat am Mittwoch alle Beteiligten, was dies angeht, erstaunlich zurück hielten und nur zwischendrin immer mal hie und da ein wenig durchblitzte, dass bald Wahlen sind. War’s die vorweihnachtliche Besinnlichkeit? Oder der Erkenntnis geschuldet, dass bei anderen Themen, die für diese Stadt viel entscheidender waren und sind, alle gemeinsam an einem Strang ziehen, Stichwort Krankenhaus? Vielleicht war’s auch ein wenig Demut, weil der Rat sich in dieser Zusammensetzung das letzte Mal traf.

Margrit Cludius-Brandt jedenfalls konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. Wenn denn die GfE aus wirtschaftlichen Gründen für einen Rathauskauf sei, warum stimme sie dann dem SPD-Antrag nicht zu? „Offenbar wollen sie ihrer mit CDU und FDP gemeinsamen Bürgermeisterkandidatin nicht schaden…“

Eine verbale Auseinandersetzung zwischen der Kandidatin und dem Bürgermeister, die vielleicht manche deutlicher erwartet hatte, blieb nahezu aus. Direkt miteinander redeten Minkner und Michalek in der öffentlichen Sitzung nur einmal. Und da ging es in einer Anfrage der Ratsfrau Dr. Michalek um mutmaßlich verschollene Brief von Einbeck Marketing im Rathaus. Minkners Replik? Die Briefe seien nicht im Rathaus verschollen, vielleicht hätten diese das Neue Rathaus nie erreicht…

Waren es Weihnachtsgrüße?


Was hinter den roten Kacheln steht

minknerWebsiteScreenshotSeit dem vergangenen Sonnabend ist die Website des Bürgermeisters online. Ulrich Minkner kandidiert für die SPD, was durch das Layout der Seite durchaus sofort erkennbar ist (das Wort SPD findet man jedoch auf der Startseite nur im Link ganz unten). Nach einer ersten Meldung habe ich mir die Website jetzt mal intensiver angeschaut:

Auffällig sind die roten Kacheln mit 20 Piktogrammen, hinter denen sich die Inhalte verbergen. Leider erschließt sich nicht bei jedem Symbol, welche Information ich dahinter erwarten kann. Also heißt es auf gut Glück draufklicken, was aber mühsam ist, sich durch alle Symbole durchzuklicken, da der Besucher jedes Mal wieder vorher auf die Startseite zurück klicken muss.

Inhaltlich präsentiert sich der Bürgermeister, der seit sechs Jahren im Amt ist, mittendrin im Leben. „Mittendrin“ und der rote Schal sind seine Kampagne-Merkmale. Unter den Stichworten wie „wiederwählen“, „Danke“, „Respekt“, „wertvoll“, „Perspektive“ oder „Immer am Ball“ ist Minkner auf zahlreichen Fotos mit Menschen der Region, aber auch beispielsweise mit dem Papst zu sehen. Und vermittelt thematisch eine bunte Mischung von Themen, Aussagen und auch durchaus nicht-politischen Forderungen („wieder eine 1. Herrenmannschaft bei SVG“).

Verblüffend ehrlich schreibt Minkner auch, wenn er nicht weiß wie es gehen kann (beim Thema Inklusion: „aber keiner weiß wie das umgesetzt werden soll“). Befremdlich wirkt indes auf gleicher Seite „entwickeln“ die Aussage von Minkner, „Kinder früh abzuschreiben und auszugrenzen ist Verschwendung“. Das ist, vorsichtig formuliert, keine wirklich elegante Wortwahl.

Einen Facebook-Auftritt von Minkner gibt es nicht, soll es wohl auch nicht. „Ich bin auch weiterhin auf der Straße und im Rathaus ansprechbar“, schreibt Minkner und nennt die Kontaktdaten. „Es gibt ein Leben außerhalb des Netzes.“

Aktuell berichtet Bürgermeister Ulrich Minkner (oder wer auch immer inhaltlich und vor allem personell hinter der Seite steht) in einer Art Tagebuch über seine Aktivitäten, hier zwischen dem Amt und dem Wahlkämpfer zu unterscheiden ist schwierig.

Was den Bürgermeister(-kandidat) ärgern sollte, sind vermeidbare Tipp- und Rechtschreibfehler auf der Website. Musste vielleicht schnell gehen.


Gruppenbild mit Bürgermeister mittendrin

SPD_wkstart_gruppenbild2Den Start in den Wahlkampf gestern Abend nutzten die Sozialdemokraten (die bis auf wenige Ausnahmen ohnehin unter sich waren), um nach Ende der 90-minütigen Veranstaltung das offizielle Gruppenfoto für die „Mittendrin“-Kampagne mit allen Kandidatinnen und Kandidaten aus Einbeck und Kreiensen zu machen. Und gemäß dem Motto stand Bürgermeister Ulrich Minkner, der ja außerdem auch ebenso wie seine Bürgermeister-Herausforderin für den Stadtrat kandidiert, mitten in der Gruppe der Kandidaten, unter anderem auch in Position dirigiert durch seine Ehefrau.


EINs zu EINs

EIN Auto_mittelJetzt hat auch das Wahlkampfauto der Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek ein EIN-Kennzeichen. Das vermeldete sie heute Mittag per Facebook und legte am Nachmittag per Pressemitteilung nach. Bürgermeister Ulrich Minkner hatte bereits seit dem Start der neuen Möglichkeiten das Schild mit den Einbecker Buchstaben an seinem privaten Auto, während Michaleks Smart immer noch mit NOM fuhr, was auch ich kritisiert hatte.

„Einbeck so in die Welt hinaus zu tragen, finde ich ein tolles Zeichen der Identifikation“, schreibt Michalek heute in ihrer Pressemitteilung und erklärt, dass ihr Auto bereits seit einigen Tagen mit dem EIN durch die Gegend düst (auf dem Foto ist freilich noch das NOM montiert, das EIN – BM 13 hält sie in der Hand, wahrscheinlich aber ja nur fürs Foto zum Vergleich…).

Eine interessante Zahl bringt die Kandidatin von der Einbecker Kfz-Zulassungsstelle mit, in der es heute erstmals keine Warteschlangen gegeben haben soll: Schon 700 Ummeldungen auf das EIN hat es bisher gegeben.

Übrigens, erklärte Dr. Sabine Michalek, sei das Kennzeichen auch eine originelle Geschenkidee – ein EIN-Wunschkennzeichen unter dem Weihnachtsbaum: „Für mich ist das Zeichen nicht bloße Nostalgie, sondern vor allem ein Symbol für Zukunft.“ Daher wahrscheinlich die Buchstaben BM, BM wie Bürgermeisterin…


Minkner mittendrin

SPD_gabrielMinknerPriesmeierNun also auch die SPD (obwohl einige Genossen gegen den Wahlkampfauftakt der Bürgermeisterkandidatin in der Rathaushalle hinter vorgehaltener Hand geätzt hatten): In der Halle des Alten Rathauses will die Einbecker SPD am 10. Dezember um 19.30 Uhr ihre Kandidaten für die Wahlen am 20. Januar vorstellen, außerdem das Wahlprogramm. Einer der Kandidaten: Bürgermeister Ulrich Minkner (auf dem Foto mit dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel und dem Bundestagsabgeordneten Dr. Wilhelm Priesmeier). Mit dem Programm für die Wahlen wären die Sozialdemokraten dann die ersten unter den Mitbewerbern und hätten die Nase vorn, wenn nicht noch einer zuvorkommt (die Grünen beschließen das Programm heute Abend in Greene, veröffentlicht ist es bislang nicht)…

Als einen Garanten für die Fusion mit Kreiensen will offenbar die SPD ihren Bürgermeister(kandidaten) Ulrich Minker inszenieren, Schlagwort: Minkner mittendrin. Einzelheiten der Kampagne sind noch nicht bekannt, die Website www.ulrich-minkner.de ist unverändert nur registriert, aber bis dato ohne Inhalt.


Wer den Weihnachtsmarkt 2013 eröffnet…

Die kurzen Reden waren eigentlich gehalten, der Weihnachtsmarkt eröffnet. Da ließ sich Bürgermeister Ulrich Minkner von Frank Hagemann, Geschäftsführer der Einbeck Marketing GmbH, noch einmal das Mikro geben. Eine schöne Vorweihnachtszeit hatte Minkner den ersten Gästen des Einbecker Weihnachtsdorfes bereits gewünscht, was also wollte der Bürgermeister nun noch sagen?

Er möchte gerne im nächsten Jahr wieder den Weihnachtsmarkt in Einbeck eröffnen, merkte Minkner als nachgeschobenen Schlusssatz humorig an… seine Herausforderin am 20. Januar hörte aus der ersten Reihe zu und möchte dieses sicherlich nicht…


EIN Vorteil Bürgermeister

Die Kandidatin für das Bürgermeisteramt fährt zwar im schicken Smart mit unverkennbarer Beschriftung durch die Gegend. Was diesem Fahrzeug für eine künftige erste Bürgerin der Stadt Einbeck aber bislang fehlt, das ist das neue alte EIN-Kennzeichen. Hier ist der Einbecker Bürgermeister, Ulrich Minkner, deutlich weiter. An seinem privaten Fahrzeug prangt seit einigen Tagen schon das neue Einbecker Kennzeichen. Die Herausforderin fährt noch mit dem unbeliebten NOM über die Dörfer und wirbt für ihren Neustart…

Und bitte jetzt nicht mit Postleitzahl und Kreiensener Identifikation etc. kommen. Klar, es gibt Wichtigeres, aber Politik darf den Bürgern durchaus auch Spaß bereiten (was sie mit den neuen Möglichkeiten des EIN mittlerweile auf den Straßen deutlich erkennbar tut).

Und: Ein Wahlkampf lebt (auch) von Symbolen.


Wenigstens der Bahnhof bleibt Kreiensen…

Begleitet wurde Kandidatin Dr. Sabine Michalek während ihrer Tour vom Kreiensener Bürgermeister im Ruhestand, Ronny Rode (SPD). „Ich bin sehr dankbar, dass sich Herr Rode so viel Zeit nimmt. Durch seinen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz in der Gemeindeverwaltung Kreiensen und als Bürgermeister kann er mir überparteilich wichtige Hintergrundinformationen beispielsweise zu einzelnen, speziellen Verträgen oder anderen Besonderheiten geben“, sagte die Herausforderin bei ihrer Tour durch alle 15 Ortschaften der heutigen Gemeinde Kreiensen.

Hier, es dämmert schon leicht, zeigt Ronny Rode (l.) mit Ortsbürgermeister Eberhard Kunkel (r.) der Kandidatin den Bahnhof Kreiensen. 3000 Pendler sind hier täglich unterwegs, viele nutzen die begehrten, kostenfreien Park & Ride Parkplätze. Was die Kreienser nicht verschweigen: Dass sie froh darüber sind, dass am Bahnhof auch künftig Kreiensen und nicht Einbeck stehen wird.