Einen eingeschenkt bekommen

michalekGlühweinWer austeilt, muss auch einstecken können. Das gilt nicht nur, aber auch für das Verhältnis zwischen Politikern und Journalisten. Und so habe ich mir heute Abend mal so richtig einen einschenken lassen…

Okay, wirklich schmerzhaft war’s nicht, schließlich ging’s (jedenfalls vorrangig) um Glühwein: Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek hat an der Glühweinbude von Heiko Jörns auf dem Weihnachtsmarkt in Einbeck den Zapfhahn betätigt. Sie zapfte für den guten Zweck, fürs Lokale Bündnis für Familien in Einbeck. Und das ist traditionell überparteilich unterwegs. Vorsitzender Peter Traupe, bekanntermaßen SPD-Mitglied, ließ sich von CDU-Mitglied Sabine Michalek gerne einen einschenken. Ihm taten es zahlreiche andere Besucher des Weihnachtsdorfes gleich.

Mal schauen, wieviel am Ende in der gläsernen Spendendose zusammen kam. So mancher hat sichtbar sein Pfandgeld hinein gegeben. Und noch ein wenig mehr. Als Grundstock hatte Heiko Jörns eine Summe von 300 Euro ausgelobt. Dafür ein Lob.

 

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Was hinter den roten Kacheln steht

minknerWebsiteScreenshotSeit dem vergangenen Sonnabend ist die Website des Bürgermeisters online. Ulrich Minkner kandidiert für die SPD, was durch das Layout der Seite durchaus sofort erkennbar ist (das Wort SPD findet man jedoch auf der Startseite nur im Link ganz unten). Nach einer ersten Meldung habe ich mir die Website jetzt mal intensiver angeschaut:

Auffällig sind die roten Kacheln mit 20 Piktogrammen, hinter denen sich die Inhalte verbergen. Leider erschließt sich nicht bei jedem Symbol, welche Information ich dahinter erwarten kann. Also heißt es auf gut Glück draufklicken, was aber mühsam ist, sich durch alle Symbole durchzuklicken, da der Besucher jedes Mal wieder vorher auf die Startseite zurück klicken muss.

Inhaltlich präsentiert sich der Bürgermeister, der seit sechs Jahren im Amt ist, mittendrin im Leben. „Mittendrin“ und der rote Schal sind seine Kampagne-Merkmale. Unter den Stichworten wie „wiederwählen“, „Danke“, „Respekt“, „wertvoll“, „Perspektive“ oder „Immer am Ball“ ist Minkner auf zahlreichen Fotos mit Menschen der Region, aber auch beispielsweise mit dem Papst zu sehen. Und vermittelt thematisch eine bunte Mischung von Themen, Aussagen und auch durchaus nicht-politischen Forderungen („wieder eine 1. Herrenmannschaft bei SVG“).

Verblüffend ehrlich schreibt Minkner auch, wenn er nicht weiß wie es gehen kann (beim Thema Inklusion: „aber keiner weiß wie das umgesetzt werden soll“). Befremdlich wirkt indes auf gleicher Seite „entwickeln“ die Aussage von Minkner, „Kinder früh abzuschreiben und auszugrenzen ist Verschwendung“. Das ist, vorsichtig formuliert, keine wirklich elegante Wortwahl.

Einen Facebook-Auftritt von Minkner gibt es nicht, soll es wohl auch nicht. „Ich bin auch weiterhin auf der Straße und im Rathaus ansprechbar“, schreibt Minkner und nennt die Kontaktdaten. „Es gibt ein Leben außerhalb des Netzes.“

Aktuell berichtet Bürgermeister Ulrich Minkner (oder wer auch immer inhaltlich und vor allem personell hinter der Seite steht) in einer Art Tagebuch über seine Aktivitäten, hier zwischen dem Amt und dem Wahlkämpfer zu unterscheiden ist schwierig.

Was den Bürgermeister(-kandidat) ärgern sollte, sind vermeidbare Tipp- und Rechtschreibfehler auf der Website. Musste vielleicht schnell gehen.


Gruppenbild mit Bürgermeister mittendrin

SPD_wkstart_gruppenbild2Den Start in den Wahlkampf gestern Abend nutzten die Sozialdemokraten (die bis auf wenige Ausnahmen ohnehin unter sich waren), um nach Ende der 90-minütigen Veranstaltung das offizielle Gruppenfoto für die „Mittendrin“-Kampagne mit allen Kandidatinnen und Kandidaten aus Einbeck und Kreiensen zu machen. Und gemäß dem Motto stand Bürgermeister Ulrich Minkner, der ja außerdem auch ebenso wie seine Bürgermeister-Herausforderin für den Stadtrat kandidiert, mitten in der Gruppe der Kandidaten, unter anderem auch in Position dirigiert durch seine Ehefrau.


Schirmherr in Kreiensen

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeftiger Schneefall machte gestern den Besuchern des Weihnachtsmarktes in Kreiensen überhaupt nichts aus, die Laune war blendend. Alle waren wetterfest gekleidet. „Schirmherr“ war SPD-Fraktionschef Frank Doods, der hier gemeinsam mit (v.l.) Frank-Dieter Pfefferkorn (Bürgerliste), Reinhard Brinckmann (CDU) und Pastor und SPD-Ratsherrn Bernd Kuchmetzki-Ludwig (r.) den Eröffnungsworten von Ortsbürgermeister Eberhard Kunkel (SPD) lauschte.OLYMPUS DIGITAL CAMERA


Im Schneegestöber

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm Schneegestöber vorbei geschaut beim heutigen Weihnachtsmarkt in Kreiensen hat Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek, hier auf einen Schnack mit Frank-Dieter Pfefferkorn (Bürgerliste) aus Greene und Bernhard Brinckmann (kandidiert auf der Bürgerliste) aus Billerbeck.

Die heute online gegangene Website des Bürgermeisters Ulrich Minkner hatte sich die Herausforderin zuvor schon angesehen. Woher sie es wusste, dass die Site gestartet war? Die Kandidatin lässt sich per RSS-Feed über alle Neuigkeiten des Einbecker-Wahlblogs informieren. Also auch über diese hier ;-)

Update 09.12.2012, 23:10: In einer ersten Version hatte ich fälschlich geschrieben, dass Brinckmann auf der GfE-Liste kandidieren würde.


Online mit rotem Schal

ulrichDie Website des Bürgermeisters für die Wahlen am 20. Januar ist online, ganz still und ohne Ankündigung ist sie scharf geschaltet worden, durch Zufall kann man sie am heutigen Sonntag entdecken, „rechtzeitig zum Beginn der Briefwahl am Start“, wie der Amtsinhaber schreibt: Die Webpräsenz präsentiert sich als eine Art Baukasten und zeigt den seit 2006 amtierenden Bürgermeister Ulrich Minkner (SPD) als ein ersten Bürger unter seinen Mitbürgern und im Gespräch mit vielen Menschen. Soviel konnte ich nach einer ersten Durchsicht ausmachen.

Auf seiner Website, die ich mir inhaltlich noch genauer anschauen werde, präsentiert sich Ulrich Minkner nicht nur mittendrin, sondern auch als Mann mit dem (roten) Schal. Im Winter kann das praktisch sein… vor allem, wenn es schneit und die Landschaft wie heute ganz weiß ist…


Einbecker in den Fokus

GrüneBrauhausWas auch immer das heißen soll: Nachdem die Grünen-Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon gemeinsam mit dem Grünen-Landtagskandidaten Hans-Joachim Nehring aus Einbeck in dieser Woche die Region besucht hat, teilt die MdB in einer Pressemitteilung über ihre Besichtigung der Einbecker Brauhaus AG und einem Gespräch mit Brauhaus-Vorstandsmitglied Walter Schmidt heute mit: „Im Landtagswahlkampf wird es darauf ankommen, die regionale Identität auch mit Marken wie der Einbecker Brauerei wieder mehr in den Fokus zu rücken.“


EINs zu EINs

EIN Auto_mittelJetzt hat auch das Wahlkampfauto der Bürgermeisterkandidatin Dr. Sabine Michalek ein EIN-Kennzeichen. Das vermeldete sie heute Mittag per Facebook und legte am Nachmittag per Pressemitteilung nach. Bürgermeister Ulrich Minkner hatte bereits seit dem Start der neuen Möglichkeiten das Schild mit den Einbecker Buchstaben an seinem privaten Auto, während Michaleks Smart immer noch mit NOM fuhr, was auch ich kritisiert hatte.

„Einbeck so in die Welt hinaus zu tragen, finde ich ein tolles Zeichen der Identifikation“, schreibt Michalek heute in ihrer Pressemitteilung und erklärt, dass ihr Auto bereits seit einigen Tagen mit dem EIN durch die Gegend düst (auf dem Foto ist freilich noch das NOM montiert, das EIN – BM 13 hält sie in der Hand, wahrscheinlich aber ja nur fürs Foto zum Vergleich…).

Eine interessante Zahl bringt die Kandidatin von der Einbecker Kfz-Zulassungsstelle mit, in der es heute erstmals keine Warteschlangen gegeben haben soll: Schon 700 Ummeldungen auf das EIN hat es bisher gegeben.

Übrigens, erklärte Dr. Sabine Michalek, sei das Kennzeichen auch eine originelle Geschenkidee – ein EIN-Wunschkennzeichen unter dem Weihnachtsbaum: „Für mich ist das Zeichen nicht bloße Nostalgie, sondern vor allem ein Symbol für Zukunft.“ Daher wahrscheinlich die Buchstaben BM, BM wie Bürgermeisterin…


Grünes Programm, Satz für Satz

Basisdemokratisch haben sich die Grünen ja immer schon gezeigt. Heute haben sie erste Einblicke in ihr am Montag beschlossenes Wahlprogramm erlaubt. Und wie immer darf in der dazu veröffentlichten Pressemitteilung jeder der zehn Kandidaten einen Satz sagen. Da darf der „Alltagsradler“ Gunther Toffel die Radwege preisen, da freut sich Manfred Helmke über  Ortschaftsmittel gegen eine Zentralisierung, da verkündet Christian Kuhlmann, die Grünen würden sich dafür einsetzen, dass Kreiensen nach der Fusion „auf der Gewinnerseite bleibt“. Nachhaltig sogar.

Bemerkenswert ist das Lob von Kandidatin Sonja Jakob für Energiepflanzen, die dazu beitragen sollen, dass in neuen Biogasanlagen kein Mais mehr verwendet werden soll. Ist doch kein Geheimnis, dass Jakob seit Jahren ein äußerst kritisches Verhältnis zu einem großen Einbecker Saatzuchtunternehmen pflegt.

Ob sie da auch solche Energiepflanzen der KWS preisen würde?


Wenn die Zeit wegläuft…

PS-speicher_HausderJugendDas mit Wahlterminen ist immer so eine Sache. Sie können politische Prozesse beschleunigen, sie können Themen zuspitzen – oder sie können dazu führen, dass die Zeit davon läuft, wenn Termine nicht so günstig gewählt sind. Denn weil am 20. Januar unter anderem der nächste Stadtrat gewählt wird, darf der aktuelle Rat mit seinen Ausschüssen nur noch bis 31. Dezember agieren.

Der nicht so häufig tagende Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales (letztes Treffen im April) hatte nun gestern die Problematik, in der Angelegenheit neuer Standort für das Haus der Jugend (Foto) noch nichts Konkretes beschließen zu können (und auch im Sinne der Mitbestimmung durch die Jugendlichen nicht zu wollen). Erst nächste Woche ist ein Gespräch mit dem Investor vorgesehen, der an gleicher Stelle ein Hotel bauen möchte. Nach diesem Treffen könnte einiges klarer auch für das Haus der Jugend sein. Danach könnte Politik in dem zuständigen Fachausschuss dann tätig werden. Aber: dann ist Weihnachten, und im Januar tagen geht nicht mehr. Erst wieder nach dem 20. Februar, dem geplanten Tag der Konstituierung des neues Stadtrates und seiner Ausschüsse. Möglicher Sitzungstermin für den Ausschuss: Mitte März. Drei Monate könnten in einer wichtigen Phase der Planung vergehen, ohne dass Politik eingreifen könnte.

Warum sich der Ausschuss nach einem halben Jahr ausgerechnet in der Woche vor dem Treffen mit dem Hotel-Investor zur Sitzung traf, darf zumindest als unglücklich bezeichnet werden. Jetzt könnte es sein, dass sich der Jugendausschuss noch einmal vor Weihnachten trifft, um die weiteren Planungen auf den Weg zu bringen. „Heiligabend habe ich viel Zeit“, ließ die Ausschuss-Vorsitzende Margrit Cludius-Brandt (SPD) schon einmal, halb im Scherz, erkennen.

Oder aber der Ausschuss trifft sich informell als ein Arbeitskreis – und das im Januar und diesmal ausnahmsweise mal nicht nach dem beliebten Motto, „weil ich nicht mehr weiter weiß, bilde ich einen…“ Beschließen könnte dieser Arbeitskreis indes faktisch alleine nichts.